GW 129 – Sicherheit bei Arbeiten im Bereich von Netzanlagen (Theorie-Grundlagen)
Deutschsprachige Videoinhalte · theoretische Wissenskontrolle. Keine anerkannte GW-129-Qualifikation und kein BALSibau-Ausweis. Eine gegebenenfalls erforderliche anerkannte Schulung und praktische Qualifizierung sind separat zu absolvieren.
- Kurssprache: Deutsch
- Nachweis als PDF
- Flexibles Lerntempo
Eckdaten
Auf einen Blick
- Format
- Online-Kurs mit Videolektionen, Lernen im eigenen Tempo
- Kurssprache
- Deutsch
- Abschluss
- Teilnahme- und Wissensnachweis als PDF nach bestandener Wissenskontrolle
- Teilnehmende
- Einzeln buchbar · Für Unternehmen beliebig viele Teilnehmende, Mengenrabatt ab 11 Personen
- Voraussetzungen
- Keine Vorkenntnisse erforderlich; Gerät mit Internet und Ton. Eine anerkannte GW-129-Schulung oder praktische Qualifizierung ist gesondert zu absolvieren.
- Wiederholung
- Richtet sich nach betrieblichen Vorgaben und den Anforderungen der Netzbetreiber. Unabhängig davon verlangt DGUV Vorschrift 1 eine mindestens jährliche Unterweisung.
Überblick
Worum geht es?
Unter Straßen, Gehwegen und Grundstücken verlaufen Gas-, Wasser-, Strom-, Fernwärme- und Telekommunikationsleitungen. Wird eine davon bei Bauarbeiten beschädigt, drohen Gasaustritt mit Brand- und Explosionsgefahr, Stromschläge, Überflutungen und weitreichende Versorgungsausfälle. Das DVGW-Regelwerk GW 129 beschreibt, wie sich solche Schäden durch Planung, Erkundung und umsichtiges Arbeiten vermeiden lassen.
Der Selbstlernkurs vermittelt diese Grundlagen in Videolektionen – von Leitungsauskunft und Ortung über Handschachtung und maschinellen Aushub bis zum Verhalten bei Gas- und Stromkabelschäden. Sie schließen mit einer theoretischen Wissenskontrolle ab und erhalten einen PDF-Teilnahme- und Wissensnachweis. Der Kurs ist keine anerkannte GW-129-Qualifikation und führt nicht zu einem BALSibau-Ausweis.
Zielgruppe
Für wen ist die Schulung?
Für Beschäftigte im Tief-, Kanal-, Straßen- und Leitungsbau, Baggerführer, Vorarbeiter, Poliere und Bauleitungen sowie für Planer und Mitarbeitende von Netzbetreibern, die Arbeiten im Bereich von Versorgungsleitungen vorbereiten oder ausführen. Geeignet als theoretische Vorbereitung oder Auffrischung, auch für mehrere Beschäftigte eines Betriebs.
Inhalte
Kursinhalte
- 1Geltungsbereich, Zielgruppen sowie technische und rechtliche Grundlagen
- 2Gefahren durch Leitungsschäden und Netzarten im Überblick
- 3Verantwortung vor Arbeitsbeginn, Leitungsauskunft und Planunterlagen
- 4Ortung, Kennzeichnung, Suchschlitze und Handschachtung
- 5Maschineller Aushub, Schutz freigelegter Leitungen, Kreuzungen und Parallelführungen
- 6Bohr-, Press- und Rammverfahren sowie Stromkabel und Freileitungen
- 7Gas-, Wasser-, Fernwärme-, Druck- und Telekommunikationsleitungen
- 8Unbekannte Leitungen, Einweisung und Baustellenkommunikation
- 9Verhalten bei Leitungsschäden, insbesondere an Gasleitungen und Stromkabeln
- 10Dokumentation, Übergabe und Praxisfall „Unbekanntes Bauteil“
Recht und Vorschriften
Rechtliche Grundlagen
DVGW-Regelwerk GW 129
Das Regelwerk beschreibt Sicherheitsanforderungen bei Arbeiten im Bereich von Netzanlagen, etwa Erkundung, Ortung und Freilegen. Der Kurs vermittelt die Theorie, ersetzt aber keine anerkannte Schulung.
DGUV Vorschrift 38 – Bauarbeiten
Vor Bauarbeiten ist zu ermitteln, ob im Arbeitsbereich Anlagen vorhanden sind, die Personen gefährden können. Der Kurs zeigt den Weg von der Leitungsauskunft bis zur Ortung.
DIN VDE 0105-100 – Betrieb von elektrischen Anlagen
Die Norm legt unter anderem Schutzabstände zu unter Spannung stehenden Teilen fest, die auch für Bauarbeiten nahe Freileitungen gelten. Der Kurs erklärt die Gefahren durch Strom.
Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)
Arbeiten im Leitungsbereich erfordern eine Gefährdungsbeurteilung nach § 5 und eine Unterweisung der Beschäftigten nach § 12 ArbSchG. Die Schulung unterstützt die theoretische Vorbereitung.
Die Übersicht nennt die wichtigsten Vorschriften zum Thema. Sie ersetzt weder eine Rechtsberatung noch die Gefährdungsbeurteilung in Ihrem Betrieb.
Ihr Lernerfolg
Ziele der Schulung
- Sie kennen die Gefahren, die von beschädigten Gas-, Wasser-, Strom- und Fernwärmeleitungen ausgehen
- Sie wissen, welche Leitungsauskünfte und Planunterlagen vor Arbeitsbeginn vorliegen müssen
- Sie verstehen, warum Leitungen geortet und durch Suchschlitze oder Handschachtung freigelegt werden
- Sie kennen Schutzmaßnahmen für freigelegte Leitungen, Kreuzungen und grabenlose Verfahren
- Sie wissen, wie Sie bei einem Schaden an einer Gasleitung oder einem Stromkabel richtig reagieren
- Sie können den Umgang mit unbekannten Leitungen und die Dokumentation einordnen
Gut zu wissen
Leistungsumfang und Hinweise
Deutschsprachiger Selbstlernkurs mit Videolektionen und einer theoretischen Wissenskontrolle. Bestehensgrenze 80 %. Keine anerkannte GW-129-Qualifikation und kein BALSibau-Ausweis. Eine gegebenenfalls erforderliche anerkannte Schulung und praktische Qualifizierung sind separat zu absolvieren. Der Abschluss dokumentiert nur die Bearbeitung der Theorie und Wissenskontrolle. Fachliche Rückfragen und die betriebliche Umsetzung sind mit der verantwortlichen Fachperson zu klären. Preis pro Person und Kurs, keine automatische Verlängerung.

